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Review der Woche: DAVID JUDSON CLEMMONS - Tribe & Throne
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David JudsonFett, psychedelic, intergalaktisch


David Judson Clemmons? Einige Underground- und Musikliebhaber wissen natürlich sofort von wem die Rede ist. Für alle anderen: bei DAMN THE MACHINE, JUD und FULLBLISS ist der Musiker aktiv. Die vorliegende Schreibe steht für einen guten Mix aus Davids bisherigen Bands. Um es vorwegzunehmen: „Tribe & Throne ist ein Killeralbum. So ist es weiterhin nicht verständlich, warum so eine hochwertige Musik kein größeres (Major-) Label findet, das die Band nach oben schiebt. Das Material kann definitiv mit allem, was im Rock-Bereich veröffentlicht wird, mithalten. Herausragend ist Davids Gesang, der sicherlich zu den Top

10 Alternative/Indie/Rock Sängern unserer Zeit gehört. Aber was dieses Album so speziell macht, sind die Drums von BEATSTEAKS Thomas Götz, der auch für die Aufnahmen zuständig war. Er gibt den Songs den letzten Schliff, zaubert einen unheimlichen Groove (zusammen mit Earl Grey am Bass) und bringt so ganz nebenbei einige starke Feinheiten ein, die „Tribe & Throne“ unheimlich aufwerten. Im Vergleich zu Davids Songs mit seinen vorherigen Banks sind dieses Mal seine Stücke eindringlicher und stärker als zuvor. Nach einem eher getragenen Einstieg mit „Our Love Our War“, der sphärisch und ein bisschen langatmig ausgefallen ist, geht es mit dem rockigen und treibenden „My Trust“ weiter. Hier zeigen sich unter anderem die VOIVOD-Einflüsse von DAMN THE MACHINE am stärksten. Das Riff treibt, die Vocals flirren vor sich hin und enden in einem intergalaktischen Refrain. Danach folgt mit „Dark Walk Home“ der Höhepunkt der Platte.


Der Song startet eindringlich und ruhig, bevor er in einen wunderschönen rifflastigen Refrain übergeht. Das Stück ist für mich eines der besten dieses Jahres und dürfte einige Leute schlicht umhauen. „It Or The Dome“ schließt sich an und hat ähnlich wie der Vorgänger Intensität und Hitqualität. David reflektiert seine Zeit in seiner US-amerikanischen Heimat mit starken Metaphern und Worten. „It Or The Dome“ hat einige (keine weinerlichen!) Gothic Rock-Einflüsse und überzeugt erneut mit starken Gesangslinien und tollen Grooves. Hervorzuheben ist neben Davids starker Gitarrenarbeit auch hier die druckvolle Schlagzeugarbeit. Die letztgenannten Songs sind zwei Wahnsinnsnummern! „Servants“ ist ein intensiver Rocktitel, der treibend nach vorne geht. Das fast neunminütige „The Loyalty“ beendet eine ganz starke Platte. Hier sind wahre Künstler Herz und Seele am Werk – mit Anspruch und Klasse. Mehr kann man sich nicht wünschen - so sollte es sein. Abgerundet wird die Scheibe vom tollen Artwork von Chris Corrado und einer natürlichen Produktion von Andi Bukelini und Dog Young im Studio Wong in Berlin-Kreuzberg. „Tribe & Throne“ ist eine Empfehlung für jeden Rockfan. Ein Anwärter auf das Album des Jahres ist es für mich jetzt schon.

Unterstützt David Judson Clemmons und kauft euch die CD oder das Vinyl auf: www.judtv.com

VÖ: 10.4.2020 | Village Slut Records

http://www.djclemmons.com 

Tribe & Throne (Full Album):